Herzlich Willkommen bei der Gebiets-verkehrswacht Münchberg e.V.
Was ist die Verkehrswacht
Die Deutsche Verkehrswacht ist die älteste Bürgerinitiative für Verkehrssicherheit in Deutschland.
Mit 16 Landesverkehrswachten, 650 örtlichen Verkehrswachten, 90.000 Einzelmitglieder bundesweit.

Was macht die Verkehrswacht

Nach ihrer Satzung ist die Verkehrswacht bestrebt:
die Verkehrssicherheit zu fördern, Verkehrserziehung und Verkehrsaufklärung zu betreiben, Verkehrsunfälle durch geeignete Maßnahmen zu verhüten, berechtigte Interessen aller Verkehrs-teilnehmer auf ausreichende Sicherheit im Verkehr zu vertreten, ihre Mitglieder und die Behörden in Fragen der Verkehrssicherheit zu beraten.
Bei der Verkehrserziehung und der Verkehrsinformation werden alle Personengruppen durch verschiedene Aktionen angesprochen.
Hierfür steht unser Team gerne informativ zur Verfügung.

Problematik Elterntaxi
Verkehrschaos vor der Schule zur "Schul-Rushhour" – ein mittlerweile gewohntes Szenario im morgendlichen Straßenverkehr. Immer mehr Eltern bringen ihre Kinder bis direkt vor die Schule. Weder für die Verkehrssicherheit aller Beteiligten, noch für die Entwicklung der Kinder ist das nicht immer eine gute Idee.
Morgendliches Verkehrschaos vor Schulen
Lange Autoschlangen, riskante Halte- und Wendemanöver, Parken in zweiter Reihe, Ignorieren von Verbotszonen, Blockieren von Bushaltestellen, Parken auf dem Gehweg, Rangieren über Radwege, Blockieren von Einfahrten und Zufahrten, Mißachten von Verkehrsschildern – die Liste an Verstößen ist lang. Es gibt nichts, dass es nicht gibt – so „einfallsreich“ sind die Eltern beim vermeintlich „sicheren“ Zurschulebringen ihrer Kinder.
Wissenschaftler, Lehrer, Sicherheitsexperten, Verkehrsverbände und Polizei schlagen Alarm und warnen einhellig davor, denn 41 Prozent der Elterntaxis missachten und ignorieren die Verkehrsregeln und begehen Verkehrsverstöße – und das täglich!
Der dadurch verdichtete und unübersichtliche Verkehr direkt vor Bildungseinrichtungen schafft extreme Unsicherheit bei Kindern und Lehrkräften.
Quelle Text: Internet
Was ist eigentlich ein Elterntaxi?

Als Elterntaxi bezeichnet man Eltern, die ihr Kind regelmäßig mit dem Auto bis direkt vor die Schule bringen oder dort abholen.
Das führt zu immensen teils extrem gefährlichen Verkehrssituationen für alle Kinder, auch für die, die selbständig zur Schule kommen, ohne von den Eltern gebracht oder abgeholt werden. Es entstehen chaotische Zustände während der Bring- und Hol-Zeiten zu Unterrichtsbeginn und Unterrichtsende.
Mittlerweile wird fast jedes fünfte Grundschulkind mit dem Elterntaxi zur Schule gebracht oder abgeholt. Die Gründe hierfür sind meist Bequemlichkeit, Angst um das Kind im Hinblick auf den Schulweg zu Fuß, Arbeitsweg, Anschlußtermine der Eltern, schlechtes Wetter oder eine Zeitersparnis durch vermeintlichen Zeitdruck für das Kind am Morgen.
Diese Elterntaxis verursachen Chaos und Gefährdung anderer und der eigenen Kinder – leider ist das den meisten Eltern nicht bewußt oder aber sie nehmen es billigend in Kauf. Viele Kinder fühlen sich dadurch erst recht unsicher, was wiederum dazu führt, dass noch mehr Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren – ein Kreislauf, der das Problem weiter verschärft.
Starke Kinder gehen ihren Weg! (zur Schule)

Dieses Überbehüten der umgangssprachlich bezeichneten „Generation Rücksitz“ ist nicht immer gut für deren Entwicklung. Besser ist meist ein eingeübter Schulweg zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Roller oder dem Schulbus.
Die Kinder sollen ein Gespür für den Straßenverkehr und seine Gefahren entwickeln; als aktive Verkehrsteilnehmer, nicht auf der Rückbank eines Autos.
Den Schulweg selbst und eigenständig zu bestreiten, ist ein wichtiges tägliches Training, um sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen und Verantwortung zu übernehmen. Denn gut eingeübte Schulwege fördern die Mobilitätsentwicklung der Kinder und ihre eigenständige Teilnahme am Straßenverkehr. Zudem habe dies positive Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit im Unterricht, auf die körperliche Fitness durch Bewegung an der frischen Luft und das Sozialverhalten untereinander, wenn Kinder als Gruppe zur Schule gehen. Sie können Freundschaften schließen und stärken so ihr Sozialverhalten und sie werden für umweltbewußtes Verhalten sensibilisiert, denn zu Fuß gehen ist umweltfreundlicher. So wird zugleich ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet,
Dies sind wichtige Lernerfahrungen, die Kindern in Elterntaxis verwehrt bleiben. Letztlich sind die Problemstifter nicht die Kinder, die ein natürliches Bedürfnis nach Eigenbewegung und Eigenverantwortung haben, als vielmehr uneinsichtige Eltern, die ihren Kindern selbst kürzeste Wege nicht zutrauen und ihnen diese durch das Fahren mit dem Auto abnehmen.
Extra Haltezonen
Viele Schulen haben für dieses gefährliche Problem sogenannte übersichtliche Hol- und Bringzonen für die Elterntaxis eingerichtet, sogenannte Elternhaltestellen.
Diese befinden sich in der unmittelbaren Nähe der Schule, von wo aus die Kinder den kurzen Rest des Weges bis hin zur Schule sicher bewältigen können.
Auch denkbar: Kinder können von den Eltern auch 300 – 400 Meter entfernt von der Schule abgesetzt werden. Das entlastet die unmittelbare Schulumgebung und es erhöht die Verkehrssicherheit für alle Kinder im direktem Schulumfeld.
Jedes Elterntaxi weniger bedeutet nicht nur mehr Sicherheit vor den Schulen, sondern fördert Bewegung und Selbstständigkeit unserer Kinder.
Denn je rücksichtsvoller sich alle Verkehrsteilnehmenden verhalten, desto sicherer und angenehmer wird der Schulweg.
So können Kinder ihren Weg zur Schule aktiv, selbstständig und sicher gehen – und dabei Freundschaften knüpfen, sich bewegen und etwas Gutes für die eigene Gesundheit und die Umwelt tun.
Eltern sollten ihren Kindern diesen Schritt zutrauen und sie auf dem Weg zur eigenständigen Mobilität im Straßenverkehr und mehr Verkehrskompetenz begleiten.
Bundesweit gibt es viele verschiedene Kampagnen, die ein gemeinsames Thema haben – die Problematik Elterntaxi.
Mit den Bannern wollen wir maßgeblich dazu beitragen, Eltern und auch Schüler dazu zu motivieren, morgens das Auto stehen zu lassen und Elterntaxis sichtbar zu reduzieren.


